Reisen: Marokko, Tag 1 – Von Marrakech nach Essaouira

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Ich fuhr am Samstag Abend mit dem Zug zu meinem Cousin nach Bern, weil wir am anderen Morgen bereits um 2 Uhr in der Früh losfahren mussten, um unseren Flieger am Genfer Flughafen zu erwischen. Ich bin so ein furchtbarer Morgenmuffel, dass ich mich ziemlich wortlos mit meinen sieben Sachen auf dem Rücksitz verkrochen und aus dem Fenster gestarrt habe… Als wir dann auf die Autobahneinfahrt fuhren, stand mein Cousin plötzlich voll auf die Bremsen – ein Reh…Glücklicherweise wurden weder das Reh noch wir verletzt, aber unser Auto fuhr plötzlich kaum mehr schneller wie 80 km/h… 🙁

Fischerei- und Hafen-Atmosphäre in Essaouira
Fischerei- und Hafen-Atmosphäre in Essaouira

Also fuhren wir runter von der Autobahn und parkierten am Strassenrand. Mein Cousin konnte dem Problem nicht auf den Grund gehen, also riefen wir einen seiner beiden Söhne an, der dann auch prompt mit seinem Wagen und 2 Freunden vorbeikam, das Gepäck umlud und die Autoschlüssel tauschte, sodass wir mit seinem Wagen gerade noch rechtzeitig zum Flughafen kamen und den Flieger doch noch schafften.

Fischerboote im Hafen von Essaouira
Fischerboote im Hafen von Essaouira
Eine Ruine auf Essaouira’s „kleiner Insel“
Eine Ruine auf Essaouira’s „kleiner Insel“

Wir kamen wirklich keine Sekunde zu früh am Flughafen an. Wir rannten vom Parkhaus zum Check-In, weiter zum Baggage Drop-Off und direkt in den Flieger. Das war knapp. Aber immerhin war der Flug sehr ruhig, dass ich noch etwas schlaf nachholen konnte.

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Am Flughafen in Marrakech holten wir dann unser Mietauto ab, einen Dacia Duster, und begannen unsere Reise in Richtung Essaouira, einer wunderschönen Stadt im Westen Marokkos, direkt an der Atlantikküste. Ich liebe das Meer und die Atmosphäre im Hafen mit den Fischern und all den Katzen, und den Möwen die ständig über den Fisch-Ständen kreisten, in der Hoffnung, vielleicht doch noch ein Stückchen Fisch ergattern zu können. – Als geborene Schweizerin ist und bleibt halt diese Unendlichkeit des Meeres immer etwas besonderes.

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Wir übernachteten im „Riad Chakir Mogador“ (13. Rue Malek Ben Morhal, Avenue Istiqlal, Essaouira; web: www.riadchakir.com), einem wirklich hübschen Riad. Für uns drei kostete die Übernachtung im Viererzimmer inklusive Frühstück (Pfannkuchen, Brot, Baguette, frisch gepresster Orangensaft, Milchkaffee und für mich sogar mit einem Kakao) gerade mal € 50‚¬. Das Personal war unglaublich freundlich und zuvorkommend, wir wurden behandelt wie Könige. Die Zimmer waren sauber und hübsch eingerichtet, und auch an der Lage hatte ich absolut nichts auszusetzen. Ich kann es Euch also wirklich nur weiterempfehlen.

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Etwas, was mir von Essaouira wohl noch lange in Erinnerung bleiben wird, war die Tatsache, dass ich einfacher an „Space-Cakes“ und -Cookies gekommen wäre, als an Bargeld. Einer dieser fliegenden Händler verfolgte meinen Cousin fast 2 Stunden und versuchte immer wieder, ihm doch noch eines seiner Spezial-Häppchen zu verkaufen, während ich verzweifelt versuchte, etwas Bargeld aus einem der Automaten zu beziehen. Aber die Automaten konnten ihre Satelliten nicht kontaktieren (aufgrund der Wolken, laut der Einheimischen), und das einzige,was ich vom Automaten bekam, war eine Entschuldigung; „Request was aborted“. So ein Pech. Ich hoffe, dass ich in Tghazout mehr Glück habe… 😀


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